Wir haben die Wahl

Wir haben die Wahl

Wir alle sind in Frieden geboren und kennen diese schrecklichen Geschichten über Krieg, Arbeits- und Konzentrationslager aus dem Geschichtsunterricht.

Wir alle kennen die Familiengeschichte über Kriegsgefangenschaften, Vergewaltigungen, Vertreibung und Flucht aus unserer Familien.

Oft waren wir es, die nachgefragt haben.

Oft waren wir es, die die persönlichen Geschichten hinter den Dingen verstehen wollten.

Warum sind Menschen so kalt, was ist mit ihnen geschehen?

Wie war das für unsere Vorfahren auf der Flucht aus Königsberg, Danzig oder Böhmen?

Wie war das für unsere Großväter in Gefangenschaft, als Soldaten, als Deserteure, als Nazis, als Verbrecher, als Flüchtende, als Hungernde, als Sterbende?

Wie war das für unsere Großmütter als Trümmerfrauen, Hausfrauen, sozialistische Arbeiterfrauen, als Wartende, als Geschändete, als Mütter, als Verlassene?

Wie kann man nur so lange Schweigen?

Wir alle kennen diese Stille.

Wir alle fühlen, dass etwas nicht stimmt und wir alle wissen um die Ohnmacht, die diese Verschwiegenheit auslöst.

Doch wir alle ahnen, dass sich mehr hinter diesen wortlosen Schreien verbirgt.

Woher kommt das emotionale Erbe?

Aus den Traumata vom Krieg, ruft ihr nun.

Es stimmt!

Wer diese persönliche Kälte aus seinen Herkunftsfamilien noch immer gegen Fremde oder Andere auswirft oder projiziert und anderen die Schuld für ihre eigene emotionale Haltlosigkeit gibt, hat es schlicht nicht verstanden.

Sie haben die Zusammenhänge nicht erfasst, dass Krieg und Anfeindung die Saat für diese Kälte und Härte säte. Sie sahen nicht, dass diese Ignoranz der Wald war, aus dem es Vernichtung und Hass rief.

Doch was ist mit uns heute?

Es ist nicht unsere persönliche Schuld.

Es ist nicht deren einzelne Schuld.

Wir heute, tragen keine Schuld mehr von den Ereignissen von damals.

Wir können sie nicht ungeschehen machen.

Doch wir müssen aus Ihnen lernen und verstehen, woher sie kamen.

Wir heute tragen die Verantwortung, dass sich solch eine Schuld niemals wiederholt.

Wir leben in der reichsten Zeit der Geschichte der Menschheit.

Wir alle leisten uns Luxus, den sich nie so viele einzelne Menschen jemals in der Geschichte zuvor erwirtschafte.

Alle dürfen wählen!

Wir müssen nicht bei den Eltern wohnen oder heiraten, um eine eigene Wohnung zu bekommen, wenn wir nicht möchten.

Wir haben die Wahl in Wohngemeinschaften zu leben, auf Wagenplätzen, bei Mutti im Keller, mit Freunden, in Bayern, im Ausland, auf‘m Dorf, in der Kleinstadt, wo auch immer.

Wir haben die Wahl.

Wir können studieren, uns ausbilden, weiterbilden, Nichtstun, streben, Auslandsjahr, Auszeit nehmen, reisen, wandern, klettern, Kinder in die Welt setzen, Auto kaufen, Haus bauen oder eben nicht.

Wir Einzelne waren niemals so reich wie heute.

Denn wir haben die Wahl.

Und die sollten wir uns bewahren!

Diese Wahl müssen wir bewahren!

Wem haben wir diese Wahl zu verdanken?

All den Menschen, die sich für die utopische Idee EUROPA einsetzen und halfen, dass wir in Europa seit 70 Jahren in Frieden leben DÜRFEN.

Wir verdanken all den Menschen, die sich für ein gemeinsames Europa einsetzen, damit jeder Einzelne von uns eine Freiheit erreichte, die niemals zuvor möglich war.

Wir verdanken Europa Offenheit, Austausch, Förderung und so vieles mehr.

Wir verdanken Europa, dass wir eine Wahl haben.

Deswegen lasst uns alle unsere Stimmen nutzen und für Europa wählen!

Lasst uns für unsere Wahl und unsere Freiheit einstehen!!

Lasst uns unsere Wahl bewahren und am 26. Mai wählen.

Posted on: 12. Mai 2019styx

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