Selbst

Wie Konzepte zum Freisein gelingen

Die letzten beiden Wochen hatte ich das Glück, an einer Co-liv-working Zusammenkunft in der Piratenstadt Essaouira in Marokko teilzunehmen. Ela Krieger, die Gründerin von Seminar Scout entwickelte dieses Prinzip der Zusammenarbeit unter den Namen Coworking und Coliving, einem Colivworking demzufolge.

Was ist das nun genau?

Wir alle haben schon einmal vom Coworking gehört und eine gewisse Vorstellung davon, wie remote Arbeitsplätze funktionieren. Junge Selbstständige basteln an ihren Start-up Ideen in Metropolen wie Berlin, New York, Buenos Aires, Hongkong oder an Stränden von Bali, den Kanaren und Südafrika. Sie sammeln sich in Bürogemeinschaften, trinken Kaffee, veranstalten Meet-ups, tauschen sich aus, netzwerken und arbeiten überwiegend ortsunabhängig als digitale Normaden.

Dabei kommt mir unweigerlich Kafka in den Sinn. Er beschrieb einst, wie ein Knecht seinem Herren die Peitsche entriss, mit dem festen Glauben, nun frei zu sein. Doch unterschätzte er dabei die Peitsche an sich, denn sie war eine neuartige Konstruktion des Herren: ein neunschwänziges Werkzeug. Der Knecht peitschte sich letztendlich selbst, ohne es zu bemerken.

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Freiheit im Wandel

TEXTAUSZUG aus FREIHEIT und die ANGST davor

[…] Im Mittelalter hielt lange die Debatte zwischen der Vereinbarkeit von Freiheit und der Allmacht Gottes an. Freiheit schloss das Freisein im eigenen Willen ein, wodurch man davon ausging, dass das Böse durch seinen freien Willen entstand.

Nach Augustinus, einem Bischof von Hippo im vierten Jahrhundert n. Chr. und Gründer des Augustinus Orden, hatte das Böse seinen Ursprung im Wollen der Menschen.

Diese Vorstellung hielt sich lange und hartnäckig und erklärt vielleicht, warum in der sogenannten schwarzen Pädagogik zum Ende des 19. Jahrhunderts, in den Kindheitstagen Hitlers, der Willen der Kinder gebrochen werden musste

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existenzielles erleben

Wir werden in die Welt geworfen.

Einfach so.

Wir sind da.

Einfach So.

Niemand hat uns gefragt.

Wir blicken uns um und erkennen das Nichts.

Nichts ist da, was uns bekannt vorkommt.

Nichts ist da, was uns sinnvoll erscheint.

Wie ein weißes Blatt blicken wir auf die Umstände unserer Geworfenheit und beginnen, sie zu füllen.

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