Nietzsche

Wie wir einen Wiederholungszwang auflösen

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Jeder von uns fand sich schon das ein oder andere Mal in einer Situation wider, die er in seinen gewissen Grundzügen ähnlich bereits zuvor erfuhr oder gar schon öfters durchlebte. Sei es immer an „die Falschen“ zu geraten, abwertenden Menschen zu begegnen, Opfer der Umstände zu sein oder immer wieder gekündigt zu werden.

Was liegt am Wiederholungszwang?

Nietzsche nannte es die ewige Wiederkehr. Wir wiederholen ständig und andauernd die gleichen Dinge. Wir sind gefangen in einem Netz aus Wiederholungen. Die Psychologie beschreibt dieses „gefangen sein“ oder „um sich selbst drehen“ als einen Wiederholungszwang.

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Freiheit im Wandel

TEXTAUSZUG aus FREIHEIT und die ANGST davor

[…] Im Mittelalter hielt lange die Debatte zwischen der Vereinbarkeit von Freiheit und der Allmacht Gottes an. Freiheit schloss das Freisein im eigenen Willen ein, wodurch man davon ausging, dass das Böse durch seinen freien Willen entstand.

Nach Augustinus, einem Bischof von Hippo im vierten Jahrhundert n. Chr. und Gründer des Augustinus Orden, hatte das Böse seinen Ursprung im Wollen der Menschen.

Diese Vorstellung hielt sich lange und hartnäckig und erklärt vielleicht, warum in der sogenannten schwarzen Pädagogik zum Ende des 19. Jahrhunderts, in den Kindheitstagen Hitlers, der Willen der Kinder gebrochen werden musste

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Empfindlichkeiten entstehen aus Minderwertigkeiten

Wir alle haben sie: unsere wunden Punkte. Es gibt immer irgendetwas, was uns verletzt. Ob es bewusst oder unbewusst geschieht, wir alle kennen sie, diese kleinen Aussagen, die genau dort hin treffen, wo es weh tut.

Warum? Weil es einen wahren Kern triggert, der vielleicht stimmen könnte?

Warum werden wir wütend, wenn uns etwas nicht passt? Vielleicht weil wir ertappt worden sind?

Warum macht uns etwas traurig, wenn Dinge nicht unseren Erwartungen entsprechen, vielleicht weil es an alten Verletzungen rührt?

Warum sind wir manchmal so kränklich oder nehmen alles persönlich und sind regelrecht zwanghaft, wenn es nicht unserem Willen folgt? Vielleicht weil wir noch in unseren Schatten leben und nie lernten unseren eigenen Wert zu definieren.

Alles was massive Empfindlichkeiten auslöst, hat, garantiert etwas mit uns selbst zu tun. Wir alle kennen das. Etwas was uns nicht loslässt, uns schier wahnsinnig macht, klammernd, unverstanden, flehend, wütend, kontrollierend und sich unberechenbar anfühlt, hat irgend eine Seite unseres Selbst im Griff, die wir nicht im Griff haben.

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