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Muster auflösen durch Archetypen

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Ähnlich wie wir durch Wiederholungszwänge unseren versteckten Verhaltensweisen auf die Spur kommen, so geben uns Muster oft Hinweise zu innerweltlichen Programmen, denen wir blind ausgeliefert sind.

Diese Muster können wir als konditionierte Reflexe bezeichnen (ausführlich kannst du dazu in meinem Buch »Freiheit und die Angst davor« nachlesen), die uns durch Erziehung, Vererbung und Umwelteinflüsse prägen.

Wir können diese Muster aber auch mit C. G. Jung verstehen und betrachten dazu sein Konzept der Archetypen.

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Freiheit ohne Angst

Freiheit ist immer das, was du aus ihr machst. Es hat weniger etwas mit äußerlichen Fassaden zu tun, als viel eher etwas mit deiner Einstellung und deinem inneren Bezug zur Welt. Dieser Bezug kann verschleiert sein, durch Konditionierungen, Muster, Glaubenssätze, Erfahrungen oder eben tiefsitzende Ängste.

(Wie du diese auflöst und verstehst, erfährst du ausführlich im zweiten Teil (Angst als Widerstand) des Buches »Freiheit und die Angst davor«).

Im folgenden schauen wir uns eine kleine Zusammenfassung des ersten Teils (Freiheit als Prinzip) an und erfahren, welche drei Säulen prägend sind, um ein wahrhaft freies Leben zu führen.

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Freiheit durch Entscheidungen

Wir wandern durch das Leben. Auf unseren Wegen treffen wir die verschiedensten Menschen, mal bleiben sie länger in unserer Gegenwart, mal verweilen sie nur kurz. Manches Mal sind diese Begegnungen sehr intensiv, manchmal nur oberflächlich.

Doch sie alle tun etwas mit uns. Sie erwecken Gefühle.

Es kann vorkommen, dass Dinge anders laufen, als es sich unser Herz wünschte. Wessen Schuld ist das? Unsere?
Haben wir versagt? Nein!

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Die Suche in der Sucht

TEXTAUSZUG aus FREIHEIT und die ANGST davor

[…]

All den Beschäftigungen, denen wir krampfhaft nachgehen, all die Mittel, die wir täglich konsumieren, all den Zerstreuungen, denen wir uns hingeben, hinter all dem steckt eine Suche. Doch eine Suche nach was?

Die Sucht geht auf das Wort siechen zurück und ist mit einer Krankheit verbunden. Wassersüchtig war jemand, der an Wassereinlagerungen litt. Tobsüchtig oder mondsüchtig war jemand, wessen Emotionen ins Unkontrollierbare ausschlugen. Das Siechtum hat neben der Krankheit, einen weiteren Ursprung in der Bedeutung saugen.

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Wie wir die Corona-Auszeit für uns nutzen

Nachdem nun schon seit fast zwei Wochen alles runtergefahren ist, kaum noch Flüge unterwegs sind, das öffentliche Leben ruht, alle Veranstaltungen abgesagt wurden und das Unterwegssein zur Ausnahme wird, haben wir endlich einmal Zeit durchzuatmen.

Die Welt und wir atmen nun frei

Die Luft ist sauberer, die CO2 Werte verbessern sich und die Menschen sind zurückgeworfen zum ganz persönlichen Selbst. In der chinesischen Medizin steht die Lunge stellvertretend für die Trauer. Sie sagt, alles was auf der körperlichen Ebene mit unseren Atemwegen zutun hat, betrifft eine unverarbeitete Trauer in uns.

Es ist sehr spannend, dass die Pandemie unser Leben lahmlegt und uns gleichzeitig Zeit zum Durchatmen gibt. Wir können diese Zeit nutzen, um zu erkennen, was uns lange vom Durchatmen abhielt und welche Trauer wir vielleicht noch still in uns tragen.

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Wie Konzepte zum Freisein gelingen

Die letzten beiden Wochen hatte ich das Glück, an einer Co-liv-working Zusammenkunft in der Piratenstadt Essaouira in Marokko teilzunehmen. Ela Krieger, die Gründerin von Seminar Scout entwickelte dieses Prinzip der Zusammenarbeit unter den Namen Coworking und Coliving, einem Colivworking demzufolge.

Was ist das nun genau?

Wir alle haben schon einmal vom Coworking gehört und eine gewisse Vorstellung davon, wie remote Arbeitsplätze funktionieren. Junge Selbstständige basteln an ihren Start-up Ideen in Metropolen wie Berlin, New York, Buenos Aires, Hongkong oder an Stränden von Bali, den Kanaren und Südafrika. Sie sammeln sich in Bürogemeinschaften, trinken Kaffee, veranstalten Meet-ups, tauschen sich aus, netzwerken und arbeiten überwiegend ortsunabhängig als digitale Normaden.

Dabei kommt mir unweigerlich Kafka in den Sinn. Er beschrieb einst, wie ein Knecht seinem Herren die Peitsche entriss, mit dem festen Glauben, nun frei zu sein. Doch unterschätzte er dabei die Peitsche an sich, denn sie war eine neuartige Konstruktion des Herren: ein neunschwänziges Werkzeug. Der Knecht peitschte sich letztendlich selbst, ohne es zu bemerken.

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Freiheit im Wandel

TEXTAUSZUG aus FREIHEIT & die ANGST davor

[…] Im Mittelalter hielt lange die Debatte zwischen der Vereinbarkeit von Freiheit und der Allmacht Gottes an. Freiheit schloss das Freisein im eigenen Willen ein, wodurch man davon ausging, dass das Böse durch seinen freien Willen entstand.

Nach Augustinus, einem Bischof von Hippo im vierten Jahrhundert n. Chr. und Gründer des Augustinus Orden, hatte das Böse seinen Ursprung im Wollen der Menschen.

Diese Vorstellung hielt sich lange und hartnäckig und erklärt vielleicht, warum in der sogenannten schwarzen Pädagogik zum Ende des 19. Jahrhunderts, in den Kindheitstagen Hitlers, der Willen der Kinder gebrochen werden musste

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Radikale Akzeptanz

Wir fanden uns alle schon in Lebenssituation wieder, die schlicht scheußlich waren. Egal, was wir versuchten, irgendwie scheiterte es permanent an banalen Dingen.
Jede Absicht wird umgedeutet, jede Erklärung missverstanden, unser Tun fehlinterpretiert und all unsere Handlungsversuche zum Teil ignoriert.

Hand auf´s Herz: Manchmal ist der Wurm drin, so sehr wir uns auch winden.

Ein ähnliches Prinzip kennen wir alle im Umgang mit bestimmten Menschen. Egal, wie sehr wir es versuchen, welchen Spielraum wir einräumen, mit welchen guten Absichten wir entgegenkommen, es wird einfach missverstanden.

Mit manchen Menschen schwingen wir auf so unterschiedlichen Frequenzen, dass wir uns vergebens abmühen und nicht im geringsten nähern. (Die Technik der Die Stimmigkeit im Anderen hilft in solchen Situationen sehr gut.)

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Das UmZu-Paradoxon

Wie es den Frühjahrsputz gibt, so sollten auch wir immer mal anhalten und unser Leben „ausmisten“ und dem Jetzt anpassen. Das Ende des Jahres oder ein neuer Übergang, bieten sich ja immer für einen Rückblick an.

Denn oft kommt es vor, dass wir verstaubtes Gepäck mit uns herumschleppen, dass gar nicht mehr zu uns passt und eher hindert, als hilfreich ist. In diesem Gepäck finden sich in erster Linie Einstellungen, Ansichten, Urteile, Muster, Glaubenssätze (…), somit innere Denkweisen, die sich irgendwann im Außen als Spiegel wiederfinden.

Schauen wir uns in unserem Leben um und prüfen genau, aus welchen Gründen wir Dinge tun. Dazu gibt es einen einfachen Trick, um herauszufinden, dass das, was ich tue, auch das ist, was ich will: Die richtigen Fragen stellen.

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Bedingungslose Hingabe

Wir wachen auf und beginnen den Tag.
Wir legen uns nieder und kommen zur Ruh.
Wir stehen auf und gehen unseren Tätigkeiten nach.
Wir kommen zu uns selbst und gehen aus uns heraus.

Warum tun wir das?

Worin liegt der Gehalt in diesen Rhythmen, die wir täglich schaffen? Was haben wir davon? Was ist das Leben jenseits aller Notwendigkeiten?

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Widerstand als Botschaft

Immer wenn uns etwa zu viel wird, wir das Gefühl bekommen nichts geht mehr oder wir vor etwas Unbeweglichen gestoßen sind, dann haben wir es wahrscheinlich mit einem Widerstand zu tun. Sie tauchen immer dann auf, wenn sich etwas Grundlegendes in unserem Leben ändert oder ändern will.

Was genau sind Widerstände?

Widerstände äußern sich meist in Blockaden, sogenanntem Dichtmachen, Abwehr, Flüchten und Ausreißen. Widerstände sind fast immer emotionaler Herkunft. Etwas geht nicht, wir stecken fest und kommen nicht weiter.

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Die Regulierung ins Gegensätzliche

Es ist Prüfungszeit. Wir lernen alle wie wahnsinnig. Jedes Detail sitzt, jede Frage kann beantwortet werden, immer und immer wiederkehrende Wiederholungen des Gelernten, lassen uns auf Knopfdruck das Gewünschte hinausspeien.

Zack und es liegt da. Feinsäuberlich, wie wir es uns einhämmerten. Alles ist perfekt strukturiert. Gründlich zusammengefügt und ganz brav geben wir es wieder.

Wir warten.
Und als das Ergebnis kommt, verblüfft es uns dermaßen, dass wir fast die Fassung verlieren. Knapp bestanden? Was? Nur ganz knapp?

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existenzielles erleben

Wir werden in die Welt geworfen.

Einfach so.

Wir sind da.

Einfach So.

Niemand hat uns gefragt.

Wir blicken uns um und erkennen das Nichts.

Nichts ist da, was uns bekannt vorkommt.

Nichts ist da, was uns sinnvoll erscheint.

Wie ein weißes Blatt blicken wir auf die Umstände unserer Geworfenheit und beginnen, sie zu füllen.

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