Ankommen

Wie Konzepte zum Freisein gelingen

Die letzten beiden Wochen hatte ich das Glück, an einer Co-liv-working Zusammenkunft in der Piratenstadt Essaouira in Marokko teilzunehmen. Ela Krieger, die Gründerin von Seminar Scout entwickelte dieses Prinzip der Zusammenarbeit unter den Namen Coworking und Coliving, einem Colivworking demzufolge.

Was ist das nun genau?

Wir alle haben schon einmal vom Coworking gehört und eine gewisse Vorstellung davon, wie remote Arbeitsplätze funktionieren. Junge Selbstständige basteln an ihren Start-up Ideen in Metropolen wie Berlin, New York, Buenos Aires, Hongkong oder an Stränden von Bali, den Kanaren und Südafrika. Sie sammeln sich in Bürogemeinschaften, trinken Kaffee, veranstalten Meet-ups, tauschen sich aus, netzwerken und arbeiten überwiegend ortsunabhängig als digitale Normaden.

Dabei kommt mir unweigerlich Kafka in den Sinn. Er beschrieb einst, wie ein Knecht seinem Herren die Peitsche entriss, mit dem festen Glauben, nun frei zu sein. Doch unterschätzte er dabei die Peitsche an sich, denn sie war eine neuartige Konstruktion des Herren: ein neunschwänziges Werkzeug. Der Knecht peitschte sich letztendlich selbst, ohne es zu bemerken.

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Die Wahl des eigenen Lebensweges

Manches Mal schauen wir uns um und legen diese Grinse-Maske auf. Es fühlt sich an, als machten wir uns ganz starr. „Nur nicht bewegen“- ist da eine innere Stimme „Alles ist gut, du darfst dich nur nicht rühren“.

Das Glück scheint wie ein Schmetterling, der ganz zart auf unserer Nasenspitze sitzt und gleichzeitig ein Kribbeln auslöst. Ah, upps, bewegt und schon wieder weggeflogen. Nun also wieder ganz still sitzen und nicht aufmucken. Die anderen scheinen es ja auch so zu machen. Warum fühlt es sich bei mir nur so fremd an? Ist dass das Leben? Soll sich so Fülle anfühlen? Bin ich hier wirklich richtig?

Nach einigen Jahren auf der Suche, bin ich selbst gerade an einem Punkt angekommen, an dem ich auf die vergangenen Strecken zurückblicke und mich frage, was ist davon wirklich mein Herzensweg und seit wann habe ich mich eigentlich selbst verlassen? Warum bin ich nicht selbst ein Schmetterling, anstatt ewig zu warten, dass er auf mir Platz nimmt?

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Die Stille

Hast du jemals eine kleine Goldmünze in die Hand genommen?
Von wem fragst du nun?

Nun, sieh dich doch mal um.
Wer könnte dir eine solche schenken?

„Mein Retter“, „ha, wer soll das sein?“
Das kannst du nur selbst erledigen.

Hast du jemals einen Becher voll mit Glück vergossen?
Wohin sollte es schon fließen, fragst du?

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Die Stimmigkeit im Anderen

Wir kennen alle diese Aussage: „Was du nicht willst, was dir geschieht, das füge keinem anderen zu.“

Dies gilt nicht nur in Taten, sondern auch durch Worte, Gesten und selbst Gedanken – die bei dem einen oder anderen eh im Gesicht geschrieben stehen.

Vielen ist gar nicht bewusst, dass jeder von uns eine gewisse Macht dem Anderen gegenüber hat. Wir können das Schönste und das Schrecklichste aus unseren Mitmenschen holen, wie sie die Monster und Hoheiten in uns wecken. Das hängt ganz davon ab, mit welchen Intensionen – bewusst oder unbewusst – wir unserem Gegenüber begegnen und wie sie uns.

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