Fragmente

Fünf Minuten.

Rauch steigt auf.

Ein Nüstern.

Ein Krachen.

Alles hin?

Wo ist der Ausgang?

Ich muss hier raus.

Du siehst, es hat sich nichts geändert.

Die gleichen Flashbacks überkommen mich, sobald ich diese verkohlten Dämpfe einatme.

Nebel zieht durch die Gassen.

Der Rauch verflüchtigt sich mäßig, durch die sich ausbreitenden Sonnenstrahlen.

Seit wann hocke ich eigentlich schon in dieser Stadt fest?

Es klopft..

Schon wieder..

Mein Herz..

Es rast..

Dieses Achterbahngehäuse hab ich doch schon mal gesehen..

Aber wo war es?

Manhattan?

Chicago?

Berlin?

Still..

Da..

Hier ist ja noch jemand.

Oder war es nur ein Schatten?

Ich seh gar nichts.

Es wird wohl Zeit zu gehen, doch Irgendetwas hält mich fest.

Die Tage fliehen und immer wieder höre ich mich selbst sagen: „Morgen reise ich ab.“

Doch sobald der Morgen anbricht, zerstreue ich mein Selbst in der Stadt.

Zerstreuung..

Das ist es, was mich antreibt.

Immer und immer wieder die eigenen Vorhaben zerstreuen, bis nichts mehr übrig bleibt, bis alles auseinander zerflattert da liegt, zerrissen, chaotisch und von mir neu zusammengesetzt werden muss.

Die Sonne brennt.

Meine Fingernägel sind schwarz vom Dreck und Staub, der sich in einem Schweißgemisch auf meiner Haut sammelt.
Das Rattern der Karren, die über den alten Backstein gezogen werden, reißt mich aus meinen Gedanken.

Wie lange soll ich eigentlich noch verweilen?

Meine Oberschenkel kleben zusammen.

Hitze.

Glühender Asphalt.

Windstille.

Lautlose Stimmen.

Schläfrig blicke ich auf den Marktplatz. Die letzten Fetzen der Osterfeier verteilen sich wild auf den Bänken und zwischen den Bäumen.

Bildung ist ein Luxus.

Ein Luxus der Ordnung schafft.

Warum nur schmeißen sie ihren Müll überall hin?

Hat ihnen noch niemand gesagt, dass diese ganze Engel/Gottes – Sache einfach eine alte Geschichte ist, die einige einmal zu ernst genommen haben. Niemand ‚Höheres‘ wird für dich aufräumen.

Dir und mir ist das klar, aber was ist mit dem Rest?

Wollen wir sie in ihrem Glauben lassen?

Vielleicht ist es besser so, wirst du nun sagen, so seien Sie abgelenkt.

Aber von was?

***