Das UmZu-Paradoxon

Das UmZu-Paradoxon

Wie es den Frühjahrsputz gibt, so sollten auch wir immer mal anhalten und unser Leben „ausmisten“ und dem Jetzt anpassen. Das Ende des Jahres oder ein neuer Übergang, bieten sich ja immer für einen Rückblick an.

Denn oft kommt es vor, dass wir verstaubtes Gepäck mit uns herumschleppen, dass gar nicht mehr zu uns passt und eher hindert, als hilfreich ist. In diesem Gepäck finden sich in erster Linie Einstellungen, Ansichten, Urteile, Muster, Glaubenssätze (…), somit innere Denkweisen, die sich irgendwann im Außen als Spiegel wiederfinden.

Schauen wir uns in unserem Leben um und prüfen genau, aus welchen Gründen wir Dinge tun. Dazu gibt es einen einfachen Trick, um herauszufinden, dass das, was ich tue, auch das ist, was ich will: Die richtigen Fragen stellen.

Nun, Hand aus´s Herz:

Warum machst du deinen Job?
* Um Geld zu verdienen?
* Um Rechnungen zu bezahlen?
* Um zu überleben?

Oder:

* Weil es dich erfüllt?
* Weil es dir Freude bereitet?
* Weil es dich begeistert?

Wir sehen hier bereits, dass uns diese simplen Fragen einen ganz entscheidenden Wink zu unserer tieferliegenden Motivation geben können.

Warum tun wir Dinge?

Wenn du nur arbeitest, um Geld zu verdienen, damit du Rechnungen zahlen kannst und nicht auf der Straße lebst, damit du erstmal was hast, später kann man ja immer noch usw. Welches Gefühl weckt das in dir? Diese Gedanken sind ziemlich schwer und erdrückend. Das Leben scheint hart, als Bürde und ungerecht, nicht wahr?

Welche (Grund-)Einstellung liegt dahinter? „Ich muss schaffen, schaffen, schaffen damit ich was werde“, vielleicht? Oder: „Ich muss erst noch…, dann kann ich / werde ich / darf ich..?“ (Vielleicht liegt die Motivation in der Absicht)

Was sind unsere versteckten Urteile?

Welche Urteile liegen hinter diesen Einstellungen?

Wenn wir uns selber auf eine Warteposition setzen, in der Auffassung, dass wir, wie wir jetzt sind, noch etwas schaffen müssen, damit wir irgendwann in Zukunft werden, wer wir sein wollen, dann bleiben wir ewig in diesem Warten verfangen. Kurz: Die „Ich muss noch etwas tun, damit…“ Formel, kann uns Jahre in kaum erträglichen Lebensumständen harren lassen. Aus dem einfachen Grund, da wir uns mit dieser Formel (unbewusst) dazu entschließen.

Das Urteil dahinter ist einfach: „Ich bin es nicht wert“ und hat leider weitreichende Folgen. Denn dieses Urteil verhindert, dass wir wirklich so leben, wie es uns entspricht. Denn wir verbieten uns selbst, das zu tun, was uns Freude bereitet, denn wir erlauben uns nicht, nach unserem Wert zu leben.

Wie innen, so Außen

Alles was sich in uns gespeichert hat, spiegelt sich irgendwann im Außen wieder. Man könnte es auch als selbstbestimmte Prophezeiung bezeichnen. Das Leben strebt immer nach Ausgleich. Wenn ich verinnerlicht habe, dass Arbeiten Mühe bedeutet, dann geschieht dir nach deinem Glauben.

So einfach ist das. Und hat weder etwas mit gut oder böse zu tun, sondern steht jenseits davon. Es ist Karma. Karma bedeutet lediglich Ursache und Wirkung. Mehr nicht. Jeder erschafft sich seine Welt.

Wir setzen die Ursachen bewusst oder unbewusst, dessen Wirkungen sich dann im Außen präsentieren. Wenn wir unzufrieden sind, dann sollten wir uns genau umschauen, welche äußerlichen Begebenheiten vielleicht lediglich ein Spiegel des inneren Empfindens ist.

Das innere Ausmisten

Für den seelischen Frühjahrsputz unterstützen dich diese einfachen Warum-Fragen, um deine ureigensten Ansichten und Urteile über das Leben besser zu verstehen. Vielleicht sind es deine Standpunkte, vielleicht die deiner Eltern, deiner Gemeinde, deiner Kultur usw. Passen sie zu dir? Möchtest du wirklich nach „Schaffe, Schaffe“ leben oder gibt es da noch mehr? (Wie neue Wege gelingen)

Aufschreiben hilft zudem immer, sich einen Überblick zu verschaffen, um danach zu entscheiden, welche Einstellungen dem Leben gegenüber noch sinnvoll sind und welche nicht länger für dich und dein Umfeld dienlich scheinen. Manche Sichtweisen treffen auf unser Leben einfach nicht mehr zu und sagen mehr über die Vergangenheit aus, als das Jetzt.

Fragen wir uns weiter:

* Warum arbeite ich? Nur um Geld zu verdienen?
* Was bedeutet Arbeit für mich?
* Was würde mir Freude bereiten?
* Was erfüllt mich?
* Für was würde ich mich gern belohnen lassen?
* Welche Aufgaben würden mich glücklich machen und wären mir ein Vergnügen, dafür reichlich Lohn zu erhalten?

Immer wenn du deine Warum-Fragen, mit umzu… beantwortest, schau genauer hin! Warum bist du in deiner Beziehung? Warum lebst du noch bei deinen Eltern? Warum lebst du in dieser Stadt? Warum machst du diesen Job? Was kannst du mit weil… beantworten?

Weil es dich glücklich macht!

Weil du deinen Partner liebst!

Weil du dich wohlfühlst!

Weil du Freude empfindest!

Vertrauen in die Umstände, dass sich Dinge auf natürliche Weise so entwickeln werden, wie es für alle Beteiligten das Beste ist. Man muss sie sich nur entwickeln lassen. Dazu ist Gelassenheit ein guter Ratgeber, Dinge (da-)sein lassen, zulassen, reinlassen, zu lassen und loslassen.

Doch zunächst solltest du dir ehrlich beantworten, welche Dinge du umzu tust und was genau sich dahinter verbirgt? Geh es langsam an, denn Prozesse kann man nicht vorspulen. Dennoch sollte man irgendwann einmal beginnen, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, um innerlich und äußerlich frei zu werden.

Bin ich wirklich frei, kann ich helfen, andere frei zu machen und somit eine win-win-win-win-win (…) win-Situation kreiieren 😉
Na dann mal los ins Abenteuer eines selbstbestimmten Lebens !

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Posted on: 1. Dezember 2019styx

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