Archiv der Kategorie: Wege zum Selbst in Kurzgeschichten

KEXUS MAGAZIN NO 1

Wann beginnt eigentlich dein wahres Leben? Diese einfache Frage hat eine ebenso simple Antwort: Jetzt und in jedem bewussten Moment. Der ist immer genau dann, wenn du es zulässt.

Das KEXUS MAGAZIN ist die jährlich erscheinende Ausgabe aller Artikel der styxme edition aus #existenziell gefragt, Kurzgeschichten aus #kurz notiert und Gastbeiträgen aus #styxus ∞ dein Beitrag.

 

Das KEXUS NO 1 beschreibt Wege zum Selbst, wie wir sie erreichen und gehen. Es zeigt Möglichkeiten der Gangbarkeit, welche Optionen du hast und die Hindernisse, die dir auf den Wegen zur Freiheit begegnen können.

Die Ecke

Was ich dich schon immer fragen wollte und jedes Mal wenn ich dich sah, vergaß ich es und dann fiel es mir wieder ein, damals, als du um die Ecke bogst.

Wie nun gerade.

Was sollte ich tun?

Dir hinter her rennen und lauthals Stopp rufen, mich panisch vor deine Füße werfen, nur für eine so kleine Alltagsfrage.

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Die Narzisse

Stolz blühst du uns zu aller Freude,
stark ist dein Antlitz und lächelt uns an.
Nichts an dir scheint vergeudet,
Leicht und fröhlich trittst du an uns heran.

Deine funkelnden Augen lassen drauf schließen,
Deine Bewunderung scheint so naiv.
All dein Lob willst du über uns vergießen,
Und es sammeln sich, die Geister, die du riefst.

Als sich der Zauber des Beginns, allmählich und ganz leise legt.
Erwacht in dir ein entschlossenes Begehren,
dass es uns, durch deine Pracht, alle Sinne verweht.
Und wir sollen nur noch dich verehren.

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Die Stille

Hast du jemals eine kleine Goldmünze in die Hand genommen?
Von wem fragst du nun?

Nun, sieh dich doch mal um.
Wer könnte dir eine solche schenken?

„Mein Retter“, „ha, wer soll das sein?“
Das kannst du nur selbst erledigen.

Hast du jemals einen Becher voll mit Glück vergossen?
Wohin sollte es schon fließen, fragst du?

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Susi, der Oktopus

Immer wenn es Nacht wird, kommst du heraus.
Immer wenn die Lichter strahlen, verlässt du dein Haus.
Doch nur ganz zart und ganz verdeckt.

Immer wenn die Musik tönt, wirst du mit ihr wippen.
Immer wenn die Getränke sprudeln, wirst du an ihnen nippen.
Doch nur ganz zart und ganz verdeckt.

Oft wenn sie deine Nähe suchen, bleibst du ganz bei dir.
Oft wenn sie dich betrachten möchten, schreckst du aus dem hier.
Du bist ganz zart und ganz verdeckt.

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Palermo, Hollywood

Ich beschloss, wieder zurück in die Pension zu gehen und mich etwas auszuruhen, bevor ich zur Fähre fuhr.

Auf dem Weg dorthin, erkannte ich nichts wieder. Die Umgebung schien plötzlich fremd und mir nicht länger vertraut. Mit einem male wusste ich nicht, wo ich mich befand. Die Häuser erschienen anders, als noch Stunden zuvor. Der Verkehrslärm brüllte mir regelrecht entgegen. Alles war zu schnell und hektisch. Mir wurde schwindlig und ich hatte einen unbändigen Durst.

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Die reinste Erkenntnis

Erkenntnis ist die Hölle..

Der Schatten des Stabes, welcher durch den Erkenntniseinfall in das dunkle der menschlichen Leichtgläubigkit fällt, ist wahrlich ein Segen.

Die blendende Kraft der Erkenntnis, gleich dem vergönnt, der es wagt aus der Höhle der Hundeleinen und Frauchen am Waldesrand hinauszutreten, wird soeben erblinden.

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