Archiv der Kategorie: Wege zum Selbst in Artikeln

KEXUS MAGAZIN NO 1

Wann beginnt eigentlich dein wahres Leben? Diese einfache Frage hat eine ebenso simple Antwort: Jetzt und in jedem bewussten Moment. Der ist immer genau dann, wenn du es zulässt.

Das KEXUS MAGAZIN ist die jährlich erscheinende Ausgabe aller Artikel der styxme edition aus #existenziell gefragt, Kurzgeschichten aus #kurz notiert und Gastbeiträgen aus #styxus ∞ dein Beitrag.

Das KEXUS NO 1 beschreibt Wege zum Selbst, wie wir sie erreichen und gehen. Es zeigt Möglichkeiten der Gangbarkeit, welche Optionen du hast und die Hindernisse, die dir auf den Wegen zur Freiheit begegnen können.

Freiheit durch Entscheidungen

Wir wandern durch das Leben. Auf unseren Wegen treffen wir die verschiedensten Menschen, mal bleiben sie länger in unserer Gegenwart, mal verweilen sie nur kurz. Manches Mal sind diese Begegnungen sehr intensiv, manchmal nur oberflächlich.

Doch sie alle tun etwas mit uns. Sie erwecken Gefühle.

Es kann vorkommen, dass Dinge anders laufen, als es sich unser Herz wünschte. Wessen Schuld ist das? Unsere?
Haben wir versagt? Nein!

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Empfindlichkeiten entstehen aus Minderwertigkeiten

Wir alle haben sie: unsere wunden Punkte. Es gibt immer irgendetwas, was uns verletzt. Ob es bewusst oder unbewusst geschieht, wir alle kennen sie, diese kleinen Aussagen, die genau dort hin treffen, wo es weh tut.

Warum? Weil es einen wahren Kern triggert, der vielleicht stimmen könnte?

Warum werden wir wütend, wenn uns etwas nicht passt? Vielleicht weil wir ertappt worden sind?

Warum macht uns etwas traurig, wenn Dinge nicht unseren Erwartungen entsprechen, vielleicht weil es an alten Verletzungen rührt?

Warum sind wir manchmal so kränklich oder nehmen alles persönlich und sind regelrecht zwanghaft, wenn es nicht unserem Willen folgt? Vielleicht weil wir noch in unseren Schatten leben und nie lernten unseren eigenen Wert zu definieren.

Alles was massive Empfindlichkeiten auslöst, hat, garantiert etwas mit uns selbst zu tun. Wir alle kennen das. Etwas was uns nicht loslässt, uns schier wahnsinnig macht, klammernd, unverstanden, flehend, wütend, kontrollierend und sich unberechenbar anfühlt, hat irgend eine Seite unseres Selbst im Griff, die wir nicht im Griff haben.

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Vom Nein der Anderen

ENGLISH VERSION

Wir leben momentan alle in einer sehr surrealen Welt. Die Grenzen waren geschlossen. Wir hielten uns lange dort auf, wo wir gemeldet sind. Wir sind zurückgeworfen auf uns selbst. Ostern 2020 fand in sehr kleinen Kreisen statt und die üblichen Familientreffen fielen flach. Haben wir uns jemals gefragt, was genau wir da eigentlich feiern?

Um was geht es zu Ostern?

Klar Jesus ist gestorben und drei Tage später wieder auferstanden. Sie (die kirchlichen Institutionen) sagen auch, Jesus sei für uns am Kreuz gestorben.

Ich lass das so mal stehen, sonst geraten wir in eine endlose Argumentationskette und ziehen nichts Hilfreiches für uns heute heraus. Stattdessen betrachte ich mit euch diese Aussage aus philosophischer Sicht.

Der Tod ist immer ein Ende von Etwas und birgt einen gleichzeitigen Neuanfang. Etwas geht und etwas entsteht. Der Tod greift ineinander, von einem Seinszustand zu einem nächsten. Im Moment des Todes ist also alles enthalten. Das Ende und der Neuzustand. Dieser Moment ist absolute Vollkommenheit an sich. Das höchste Sein, das wir erreichen können.

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Wie wir die Corona-Auszeit für uns nutzen

Nachdem nun schon seit fast zwei Wochen alles runtergefahren ist, kaum noch Flüge unterwegs sind, das öffentliche Leben ruht, alle Veranstaltungen abgesagt wurden und das Unterwegssein zur Ausnahme wird, haben wir endlich einmal Zeit durchzuatmen.

Die Welt und wir atmen nun frei

Die Luft ist sauberer, die CO2 Werte verbessern sich und die Menschen sind zurückgeworfen zum ganz persönlichen Selbst. In der chinesischen Medizin steht die Lunge stellvertretend für die Trauer. Sie sagt, alles was auf der körperlichen Ebene mit unseren Atemwegen zutun hat, betrifft eine unverarbeitete Trauer in uns.

Es ist sehr spannend, dass die Corona Epidemie unser Leben lahmlegt und uns gleichzeitig Zeit zum Durchatmen gibt. Wir können diese Zeit nutzen, um zu erkennen, was uns lange vom Durchatmen abhielt und welche Trauer wir vielleicht noch still in uns tragen.

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Wie Konzepte zum Freisein gelingen

Die letzten beiden Wochen hatte ich das Glück, an einer Co-liv-working Zusammenkunft in der Piratenstadt Essaouira in Marokko teilzunehmen. Ela Krieger, die Gründerin von Seminar Scout entwickelte dieses Prinzip der Zusammenarbeit unter den Namen Coworking und Coliving, einem Colivworking demzufolge.

Was ist das nun genau?

Wir alle haben schon einmal vom Coworking gehört und eine gewisse Vorstellung davon, wie remote Arbeitsplätze funktionieren. Junge Selbstständige basteln an ihren Start-up Ideen in Metropolen wie Berlin, New York, Buenos Aires, Hongkong oder an Stränden von Bali, den Kanaren und Südafrika. Sie sammeln sich in Bürogemeinschaften, trinken Kaffee, veranstalten Meet-ups, tauschen sich aus, netzwerken und arbeiten überwiegend ortsunabhängig als digitale Normaden.

Dabei kommt mir unweigerlich Kafka in den Sinn. Er beschrieb einst, wie ein Knecht seinem Herren die Peitsche entriss, mit dem festen Glauben, nun frei zu sein. Doch unterschätzte er dabei die Peitsche an sich, denn sie war eine neuartige Konstruktion des Herren: ein neunschwänziges Werkzeug. Der Knecht peitschte sich letztendlich selbst, ohne es zu bemerken.

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Radikale Akzeptanz

Wir fanden uns alle schon in Lebenssituation wider, die schlicht scheußlich waren. Egal, was wir versuchten, irgendwie scheiterte es permanent an banalen Dingen.
Jede Absicht wird umgedeutet, jede Erklärung missverstanden, unser Tun fehlinterpretiert und all unsere Handlungsversuche zum Teil ignoriert.

Hand auf´s Herz: Manchmal ist der Wurm drin, so sehr wir uns auch winden.

Ein ähnliches Prinzip kennen wir alle im Umgang mit bestimmten Menschen. Egal, wie sehr wir es versuchen, welchen Spielraum wir einräumen, mit welchen guten Absichten wir entgegenkommen, es wird einfach missverstanden.

Mit manchen Menschen schwingen wir auf so unterschiedlichen Frequenzen, dass wir uns vergebens abmühen und nicht im geringsten nähern. (Die Technik der Die Stimmigkeit im Anderen hilft in solchen Situationen sehr gut.)

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Wie neue Wege gelingen

Wir alle haben Träume und Vorstellungen, was wir die nächsten 10/15/20 Jahre in etwa erreichen wollen. Auch wenn diese Ideen noch vage sind, so sind sie doch schon in ihren Umrissen erkennbar.

Ich denke, die nächste Zeit wird für uns alle arbeitsintensiv. Gerade wenn wir nicht diesem „0815 Job – um Geld zu verdienen“ ewig nachgehen wollen, sondern uns ganz unseren ureigensten Wünschen stellen. (Warum wir uns noch zurückhalten, könnte am UmZu-Paradoxon liegen)

Das bedeutet für uns, konsequentes Dranbleiben. Auch wenn uns dabei so manches Mal der Schweiß vor Erschöpfung aus allen Poren ringt, so ist es doch ein süßes Schwitzen, denn es dient ganz unserer ureigenen Sache.

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Die Wahl des eigenen Lebensweges

Manches Mal schauen wir uns um und legen diese Grinse-Maske auf. Es fühlt sich an, als machten wir uns ganz starr. „Nur nicht bewegen“- ist da eine innere Stimme „Alles ist gut, du darfst dich nur nicht rühren“.

Das Glück scheint wie ein Schmetterling, der ganz zart auf unserer Nasenspitze sitzt und gleichzeitig ein Kribbeln auslöst. Ah, upps, bewegt und schon wieder weggeflogen. Nun also wieder ganz still sitzen und nicht aufmucken. Die anderen scheinen es ja auch so zu machen. Warum fühlt es sich bei mir nur so fremd an? Ist dass das Leben? Soll sich so Fülle anfühlen? Bin ich hier wirklich richtig?

Nach einigen Jahren auf der Suche, bin ich selbst gerade an einem Punkt angekommen, an dem ich auf die vergangenen Strecken zurückblicke und mich frage, was ist davon wirklich mein Herzensweg und seit wann habe ich mich eigentlich selbst verlassen? Warum bin ich nicht selbst ein Schmetterling, anstatt ewig zu warten, dass er auf mir Platz nimmt?

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Das UmZu-Paradoxon

Wie es den Frühjahrsputz gibt, so sollten auch wir immer mal anhalten und unser Leben „ausmisten“ und dem Jetzt anpassen. Das Ende des Jahres oder ein neuer Übergang, bieten sich ja immer für einen Rückblick an.

Denn oft kommt es vor, dass wir verstaubtes Gepäck mit uns herumschleppen, dass gar nicht mehr zu uns passt und eher hindert, als hilfreich ist. In diesem Gepäck finden sich in erster Linie Einstellungen, Ansichten, Urteile, Muster, Glaubenssätze (…), somit innere Denkweisen, die sich irgendwann im Außen als Spiegel wiederfinden.

Schauen wir uns in unserem Leben um und prüfen genau, aus welchen Gründen wir Dinge tun. Dazu gibt es einen einfachen Trick, um herauszufinden, dass das, was ich tue, auch das ist, was ich will: Die richtigen Fragen stellen.

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Vertrauen in Umbrüchen

Wir alle kommen früher oder später in Lebensumstände, die sich monatelang wie ein umhüllender Nebel um uns herum ziehen können. Allmählich und hartnäckig wie ein sich ausleierndes Gummiband harren wir in Situationen aus, die immer mehr nur noch grenzmäßig erträglich sind.

Was genau ist falsch an der gegenwärtigen Lage?

Wir können die Unstimmigkeit nicht genau punktieren, wir können nicht hundertprozentig erklären, was direkt disharmonisch ist. Dennoch fühlt es sich die gesamte Zeit über falsch an und das mit unter schon seit Monaten oder gar Jahren.

Dieser Nebel wird immer dichter mit der Zeit und wir immer unfähiger die Umrisse unseres Daseins zu erkennen.

Es stimmt einfach nicht! Aber was genau?

Das ist kaum auszumachen.

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Bedingungslose Hingabe

Wir wachen auf und beginnen den Tag.
Wir legen uns nieder und kommen zur Ruh.
Wir stehen auf und gehen unseren Tätigkeiten nach.
Wir kommen zu uns selbst und gehen aus uns heraus.

Warum tun wir das?

Worin liegt der Gehalt in diesen Rhythmen, die wir täglich schaffen? Was haben wir davon? Was ist das Leben jenseits aller Notwendigkeiten?

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Die Stimmigkeit im Anderen

Wir kennen alle diese Aussage: „Was du nicht willst, was dir geschieht, das füge keinem anderen zu.“

Dies gilt nicht nur in Taten, sondern auch durch Worte, Gesten und selbst Gedanken – die bei dem einen oder anderen eh im Gesicht geschrieben stehen.

Vielen ist gar nicht bewusst, dass jeder von uns eine gewisse Macht dem Anderen gegenüber hat. Wir können das Schönste und das Schrecklichste aus unseren Mitmenschen holen, wie sie die Monster und Hoheiten in uns wecken. Das hängt ganz davon ab, mit welchen Intensionen – bewusst oder unbewusst – wir unserem Gegenüber begegnen und wie sie uns.

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Widerstand als Botschaft

Immer wenn uns etwa zu viel wird, wir das Gefühl bekommen nichts geht mehr oder wir vor etwas Unbeweglichen gestoßen sind, dann haben wir es wahrscheinlich mit einem Widerstand zu tun. Sie tauchen immer dann auf, wenn sich etwas Grundlegendes in unserem Leben ändert oder ändern will.

Was genau sind Widerstände?

Widerstände äußern sich meist in Blockaden, sogenanntem Dichtmachen, Abwehr, Flüchten und Ausreißen. Widerstände sind fast immer emotionaler Herkunft. Etwas geht nicht, wir stecken fest und kommen nicht weiter.

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Die Regulierung ins Gegensätzliche

Es ist Prüfungszeit. Wir lernen alle wie wahnsinnig. Jedes Detail sitzt, jede Frage kann beantwortet werden, immer und immer wiederkehrende Wiederholungen des Gelernten, lassen uns auf Knopfdruck das Gewünschte hinausspeien.

Zack und es liegt da. Feinsäuberlich, wie wir es uns einhämmerten. Alles ist perfekt strukturiert. Gründlich zusammengefügt und ganz brav geben wir es wieder.

Wir warten.
Und als das Ergebnis kommt, verblüfft es uns dermaßen, dass wir fast die Fassung verlieren. Knapp bestanden? Was? Nur ganz knapp?

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Muster ändern? Nö!

Wir kennen das ja alle, wir tun etwas und enden in einer komischen Situation, die uns eigentlich gar nicht passt. Vielleicht tun wir es dann nochmal und schließlich nochmal und dann erkennen wir: Upps! Das ist ja ein Muster.
Aber tun wir denn etwas Falsches?
Was genau ist ein Muster?

Muster sind Wiederholungen. Nietzsche würde sagen: Eine ewige Wiederkehr – etwas kehrt zu uns wieder, immer und immer wieder.
Doch was ist eigentlich so falsch daran?

Besteht nicht das ganze Leben aus Wiederholungen?
Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter.
Der Mond wird zum Vollmond, der Mond wird zum Neumond.

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Wie wir einen Wiederholungszwang auflösen

ENGLISH VERSION

Jeder von uns fand sich schon das ein oder andere Mal in einer Situation wider, die er in seinen gewissen Grundzügen ähnlich bereits zuvor erfahren haben oder gar schon öfters durchlebte. Sei es immer an „die Falschen“ zu geraten, abwertenden Menschen zu begegnen, Opfer der Umstände zu sein oder immer wieder gekündigt zu werden.

Was liegt am Wiederholungszwang?

Nietzsche nannte es die ewige Wiederkehr. Wir wiederholen ständig und andauernd die gleichen Dinge. Wir sind gefangen in einem Netz aus Wiederholungen. Die Psychologie beschreibt dieses „gefangen sein“ oder „um sich selbst drehen“ als einen Wiederholungszwang.

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existenzielles erleben

Wir werden in die Welt geworfen.

Einfach so.

Wir sind da.

Einfach So.

Niemand hat uns gefragt.

Wir blicken uns um und erkennen das Nichts.

Nichts ist da, was uns bekannt vorkommt.

Nichts ist da, was uns sinnvoll erscheint.

Wie ein weißes Blatt blicken wir auf die Umstände unserer Geworfenheit und beginnen, sie zu füllen.

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