5 Entscheidungen, die dich weiter bringen

Entscheidungen verändern den Kurs unseres Lebens. Irrtümlicherweise glauben wir die großen Entscheidungen, wo wir leben, wen wir heiraten, ob wir ein Haus bauen oder nicht seien die entscheidenden Wegmarker.

Ich bin der Meinung die Wahl, die wir noch eine Ebene vor diesen großen Dingen treffen, ist wegweisend und langfristig die wirklichen Weichensteller. Doch welche Ebenen sind bloß gemeint?

Es gibt 5 Entscheidungen, die kurzfristig nicht sichtbar sind und kaum einen Einfluss zu haben scheinen, doch langfristig Dinge in Bewegung bringen, die unser gesamtes Leben bestimmen.

Es sind jene Entscheidungen, die wie ein Schmetterlingsschlag ganze Orkane nach sich ziehen. Der Ursprung kann ein Gedanke sein, der unsere Perspektive richtet oder ein Impuls, der sich als treffend erweist. Es kann ein einziger Augenblick deine Sicht auf die Welt ändern und somit den Pfad deines Weges ebnen. Darum wähle weise!

Möchtest du tiefer in das Thema deiner eigenen Möglichkeiten einsteigen, so findest du in meinem Buch »Freiheit und die Angst davor« viele Werkzeuge und ausreichend Chancen, um dich freizumachen.

1. Die Entscheidung, aus Rückschlägen eine Quelle der Weisheit zu machen

Als Menschen erleben wir irgendwann einmal Trennungen, Unfälle, Verluste und plötzliche Schicksalwendungen. Leid gehört zu unserem Dasein und die Erfahrungen, die wir auf Erden machen, prägen sich tief in unsere Seele ein.

Oft haben wir keinerlei Kontrolle über die Umstände, die auf uns einbrechen. Wir sind Ereignissen manchmal hilflos ausgeliefert und verstehen die Welt um uns herum nicht. Denken wir nur an den gegenwärtigen Zeitgeist und all die Einschnitte, welche wir erfahren.

Nun liegt es in deiner Hand, was du daraus machst. Du kannst die Entscheidung treffen, keinen Zweck in all den gegenwärtigen Umständen zu sehen und dich ganz einer Lethargie der Sinnlosigkeit hingeben.

Oder aber du verstehst es, genau die Situation, die dich so aus der Bahn wirft, als Chance zu integrieren. Was geschieht und was geschehen ist, kannst du naturgemäß nicht umkehren. Dennoch steht es dir frei, eine Entscheidung zu treffen. Nimm den ganzen Berg des Leidens, erklimme ihn und finde die Quelle der Weisheit darin.

Du kannst dir Vertrauen in Umbrüche schaffen und erkennen, welche wichtigen Schätze in deinem Unglück vergraben liegen. Finde die Stärke in dir und nutze deine Erfahrung, um anderen zu helfen, dich kreativ auszudrücken oder ganz einfach, dein Leben, wie es ist, anzuerkennen. Verwandle die Trübsal in einen Topf aus Gold und verstehe, dass jeder Schauer potenziell einen Regenbogen beherbergt.

2. Die Entscheidung, Risiken einzugehen und nicht auf Erlaubnis zu warten

Möchtest du im Leben deinen Traum (er)leben, so warte nicht darauf, dass du irgendwie einen Beweis dafür erhältst, dass es klappen wird. Gehe hin und tue es! Nur so kannst du herausfinden, was dran ist. Das oft Wunderbare im Leben ist, dass wir nicht selten von unseren Möglichkeiten überrascht sind.

Du wirst staunen, was du alles erreichen kannst, wenn du dich traust. Darum warte nicht, bis eine sichere Straße für dein Vorhaben geebnet wurde. Hole dir nicht die Erlaubnis von anderen ein, endlich deinen Weg gehen zu dürfen. Vertraue und gib dich ganz deinem inneren Feuer hin!

Eine wunderbare Option ist die bedingungslose Hingabe an eine Sache. Verschreibe dich ganz deinem inneren Antrieb und sei offen, für die Dinge, die dir auf deinem Weg entgegenkommen.

3. Die Entscheidung, nicht den sicheren Weg zu wählen

Immer mal wieder stehen wir vor mehren Wegen, aus denen wir wählen können. Intuitiv wissen wir, welche Route die Unbekannte und darum beängstigend ist und welche wir in ihren Umrissen bereits erahnen können. Wir sehen manche Dinge klar vor uns und die Auswirkungen dieser Entscheidung sind relativ vorhersehbar. Da ist ein Weg, der kalkulierbar bleibt. Sicherheit eben! Diesen Weg kennst du doch? Vielleicht wäre es besser, zunächst einmal einen Wiederholungszwang aufzulösen?

Nun sei einmal ganz ehrlich zu dir selbst. Hast du schon jemals etwas einfach so getan, ohne zu wissen, wie es ausgeht? Bist du schonmal einfach in ein Flug gestiegen und hattest keinen Plan, was du vor Ort tun wirst oder wo du hinsollst? Was war das Ergebnis? Hand aufs Herz, war es nicht das Beste, was du jemals getan hast?

Ich hatte 2016 auf einem Boot in Nicaragua einen Amerikaner kennengelernt. Wir tauschten den Kontakt aus und ich stieg acht Monate später, nachdem ich meine Masterarbeit in Berlin fertig geschrieben hatte in ein Flugzeug nach Chicago.

Dort verbrachte ich einige Tage auf der Coach von Freunden von Freunden und nahm dann den Zug quer durch die USA nach Portland, Orgeon. Ich hatte nur 28 Dollar in der Tasche, denn ich musste meine Masterarbeit schreiben und konnte nicht arbeiten. Tausend glückliche Umstände brauchten mich dann nach Kalifornien, Kanada und Alaska.

Hätte ich „vernünftig“ gehandelt, den sicheren Weg gewählt, hätte ich mir erstmal einen Job gesucht, Geld gespart und so auf zwei der spannendsten Jahre in meinen Leben verzichtet.

4. Die Entscheidung, nicht dorthin zurückzukehren, wo du nicht länger du bist

Wir alle kennen das. Es kann vorkommen, dass wir wie mit angezogener Handbremse fahren und nicht wirklich vor noch zurückgelangen. Viele Fragezeichen und Ungewissheiten machen sich breit. Da liegt es nahe, auf vergangene Entscheidungen zurückzublicken und sich zu überlegen „Was klappte denn zuvor und stellte sich dann als einen ziemlich guten Move heraus?“

Meist ist es so, dass Dinge und Wege, die deinem früheren Ich einmal sehr dienlich waren, nicht unbedingt heute noch klappen müssen. Es kann sogar passieren, dass du dir ein Nein der anderen holst und feststellen wirst, in einer Sackgasse gelandet zu sein.

Warst du mit Mitte 20 in einer Kleinstadt glücklich, muss das in deinen 30igern oder 40igern nicht unbedingt mehr zutreffen. Auch das Zurückziehen an bestimmte Orte, kann oft mit Enttäuschungen einhergehen. Denn das Leben hat sich verändert, du bist gereift und die Umstände von einst, existieren nicht länger. Traue dich, neue Wege zu gehen, die alten sind ja schon beschritten.

5. Die Entscheidung, deinem Instinkt zu vertrauen

Einer der wichtigsten Entscheidungen im Leben ist es, die Stimme deines Herzens zu erkennen und auf deinen Instinkt zu vertrauen. Es ist einfacher, sich schrecklich zu fühlen, mit dem, was man hat, als ungewiss seinem Herzen zu folgen und nicht zu sehen, wohin es dich führt.
Nenne es, wie du möchtest: innere Stimme, Herzensweg, Instinkt, höheres Selbst, Seele, was auch immer. Wir alle kennen diese innere Gewissheit, was zu tun ist. Das Einzige, was dann wirklich getan werden muss, ist es, den Mut aufzubringen, diesem inneren Kompass zu folgen. Der Rest ergibt sich von selbst!

Wichtig ist es, zu vertrauen, nicht zu lange zu grübeln, sondern die Dinge einfach mal machen und ausprobieren. Wir müssen nicht immer alles bis zum Ende geplant haben. Manchmal kann das auch kontraproduktiv sein. Also machen, anstatt die Dinge zu zerreden.

In diesem Jahr (Fingers cross) wird mein Buch: »Wake Up and get the Call – die Stimme der Bestimmung« erscheinen, darin erkläre ich ausgiebig, wie die Stimme deines Herzens klingen kann und in welchen verschiedenen Tönen sie versucht, deine Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Hab den Mut, dein Ding zu wagen und deinen ganz persönlichen Weg zu gehen! Du wirst schon wissen, was zu tun ist, wenn du der Stimme deines Herzens folgst und deinem Instinkt vertraust.

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